Die Planetary Health Diet zeigt, wie unsere Essgewohnheiten unsere Gesundheit und die Gesundheit der Erde beeinflussen. Kannst du dir vorstellen, die neue Planetary Health Diet zu machen? Lies meinen Beitrag und schreibe mir:

Gesunde Ernährung mit täglich

14 g Fleisch,
29 g Geflügel,
13g Ei,
28 g Fisch,
250 g Milchprodukte,

viel frischem Obst, Gemüse, Getreide, Hülsenfrüchten, Nüssen, Öl und etwas Zucker ist nachhaltig. Sie trägt zum Klimaschutz  bei. Außerdem dazu, dass 2050 10 Milliarden auf der Erde lebende Menschen satt werden.

Die internationale Eat Lancet Kommission entwickelte die Planetary Health Diet Im Januar 2019 stellt das Forscherteam die Diät erstmals öffentlich vor, anlässlich eines Kongresses an der Universität Oslo: Der Speiseplan der Zukunft ist ausgewogen, liefert noch dazu täglich knapp ausreichend Vitamin B12.

Die Planetary Health Diet im Test

Der Journalist Daniel Berg berichtet von seinen Erfahrungen, wie es ihm ergangen ist, als er die Planetary Health Diet freiwillig für vier Wochen ausprobierte:

Lies Daniel’s Bericht: Die Diät zur Weltrettung

Er dokumentiert, dass eine Ernährungsumstellung auf die planetare Ernährung nicht mal so eben machbar ist. Daniel Berg ist froh, als der Test beendet ist:  Insbesondere der Zuckerverzicht fiel ihm schwer.

In einem Interview mit dem Bundeszentrum für Ernährung sagt Daniel Berg:

„Aber es war definitiv eine spannende Erfahrung, sich zu fragen, was zu essen eigentlich gut für mich und den Planeten ist – und ich stelle fest, dass ich seither deutlich mehr auf mein Essen achte.

  • Was kaufen wir ein?
  • Wie ernähre ich mich?
  • Was tut mir und der Umwelt gut.“

Das vollständige Interview findest du HIER: Die planetare Ernährung.

Vitamin B12 und die Planetary Health Diet

Solltest du in Daniel‘s Fußstapfen treten, hier mein Vitamin-B12-Tipp:

Um deinen Tagesbedarf von 4 ug sicher zu decken, ist es im Rahmen der Planetary Health Diet am geschicktesten, tierische Lebensmittel mit viel Vitamin B12 auf den Speisezettel zu setzen.

Lebensmittel mit viel Vitamin B12

Fleischgruppe

  • Rindfleisch
  • Leber

Geflügel-Gruppe

  • Gans,
  • Strauß,
  • Fasan,
  • Leber

Fischgruppe

  • Makrele,
  • Seelachs,
  • Rotbarsch
  • Thunfisch.

Milchprodukte-Gruppe

  • Quark,
  • Emmentaler Käse
  • Camembert.

Ein Beispiel:

Wählst du Ei, Lachs, mageres Rindfleisch, Hühnerbrust, Lachs und Quark, kommst du auf täglich 3,97 ug Vitamin B12 und verfehlst damit nur knapp die von der Deutschen Gesellschaft empfohlenen 4 ug pro Tag:

Vitamin-B12-Bedarfsdeckung im Rahmen der Planetary Health Diet (Tagesbedarf: 4 ug, DGE)

Lebensmittel Vitamin-B12-Gehalt in ug
14 g Rindfleisch 0,7
13 g Ei 0,11
28 g Lachs 0,8
29 g Hühner Brust 0,11
250 g Quark 2,25
Summe Vitamin B12 3,97

Mit Joghurt statt Quark gelingt dir die Vitamin-B12-Bedarfsdeckung nicht: Joghurt enthält deutlich weniger B12 als Quark. Also: Je nachdem, welche Fleisch-, Fisch- und Käsesorten du bevorzugst, kann im Rahmen der Planetary Health Diet eine niedrig dosierte B12-Nahrungsergänzung erforderlich werden.

Lies dazu auch meinen Beitrag: Vegane B12-Kautabletten im Vergleich.

Planetary Health Diet: Pro Gesundheit

Die medizinische Fachzeitschrift „The Lancet“ initiierte diese Forschungsarbeit. Sie sollte zur Entwicklung einer Ernährung führen, die sicher stellt, das alle Menschen auf der Erde genug zu essen haben.

Hier kannst du dich noch näher über den EAT-Lancet Report informieren: Food in the Anthropocene: the EAT-Lancet Commission on healthy diets from sustainable food Systems.

Diese Ernährung umzusetzen bedeutet zum Beispiel für die Menschen, die in Industrie-Ländern leben, auf die Essbremse zu treten und täglich weniger rotes Fleisch und Zucker verzehren.

An dem Projekt Planetary Health Diet beteiligten sich 37 Experten aus 16 Ländern. Ihre Fachgebiete: Gesundheit, Landwirtschaft, Politikwissenschaft und Umweltforschung. Die Kommission ermittelte, dass unsere gängigen Methoden der Produktion von Lebensmitteln drei Prozesse vorantreiben:

  • den Klimawandel.
  • den Verlust an biologischer Diversität.
  • die Verschmutzung von Wasser und Boden (durch übermäßiges Düngen mit Stickstoff- und Phosphor).

Damit zerstören sie die Basis gesunder Ernährung. Das können wir uns aber nicht leisten:

2050 werden wahrscheinlich 10 Milliarden Menschen auf der Erde leben und wir brauchen genug Lebensmittel für Alle. Derzeit hungern weltweit rund 800 Millionen Menschen und noch mehr verkürzen ihr Leben, indem sie sich ungesund ernähren. Ohne dass wir unsere derzeitigen Essgewohnheiten ändern, wird das Welternährungsproblem bis 2050 deutlich größer sein.

Dabei ist die Planetary Health Diet keine radikale Ernährungsweise: Sondern sie ist kompatibel mit den Ernährungs-Empfehlungen der Deutschen Gesellschaft für Ernährung und könnte auch als flexitarische Diät bezeichnet werden:

Flexitarier verzehren häufig pflanzliche Lebensmittel. Tierische Lebensmittel wie Fleisch, Fisch, Ei und Milchprodukte kommen bei dieser Ernährungsform seltener auf den Tisch.

Planetary Health Diet: Die Praxis

Im Einzelnen sieht die Ernährung beziehungsweise der Speiseplan nach der Planet Health Diet so aus:

Pro Woche:

  • 1-2 Eier
  • Fischfilet (200 g)
  • Hähnchenbrustfilet
  • Rindersteak (196 g)

Täglich:

  • 1 Scheibe Käse oder 250 g Joghurt, Quark, Milch, Dickmilch, Kefir
  • Vollkornprodukte (232 g) – zum Beispiel 2 – 3 Scheiben Brot und 100 g Vollkornnudeln
  • Gemüse (300 g) – zum Beispiel eine mittelgroße Kohlrabi-Knolle
  • Kartoffeln (50 g) – das ist eine Kartoffel
  • Obst (200 g) – das sind zum Beispiel zwei Äpfel
  • Hülsenfrüchte (75 g) – ungekocht sind das ungefähr zwei Hände
  • Nüsse (50 g) – eine Hand voll
  • 4 Esslöffel pflanzliche Öle und Fette, 1 Esslöffel Palmöl, Schmalz oder Talg
  • 3 Esslöffel Zucker

Und ein Planetary Diet Menu könnte zum Beispiel sein: Vorweg eine Nudelsuppe, dann eine Scheibe Rotbarsch mit einem Kartoffel und viel gedünstetem Gemüse, Salat mit Essig-Öl-Dressing sowie als Nachspeise ein Bananeneis mit Nüssen.

Die Forscher schätzen, dass eine weltweite Umsetzung dieser Ernährungsweise zukünftig 11 Millionen vorzeitige Todesfälle durch falsche Ernährung verhindern kann.

Planetary Health Diet: Pro Klima

Wieso schränkt die Planetary Health Diet den Verzehr tierischer Lebensmittel ein? Ganz klar: Die Produktion tierischer Lebensmittel verbraucht mehr natürliche Ressourcen als die Produktion pflanzlicher Lebensmittel. Der Preis, den wir für Kalorien und Eiweiß aus tierischen Lebensmitteln bezahlen ist höher, als der Preis, den wir für Kalorien und Eiweiß aus pflanzlichen Lebensmitteln bezahlen.

Eine britische Studie beschreibt zum Beispiel, dass Fleisch, Milchprodukte & Co.

  • 18 % der Kalorien, die wir täglich aufnehmen, ausmachen.
  • 37 % des Eiweißes, das wir uns jeden Tag zuführen liefern.

Das steht im krassen Gegensatz dazu, dass die Aufzucht der Tiere

  • 83 % des weltweit verfügbaren Ackerlandes benötigt
  • für 60 % der Treibhausgasemissionen in der Landwirtschaft verantwortlich ist.

Für ihre Ermittlung, wie sich die Lebensmittelproduktion auf die Umwelt auswirkt, befragten die Forscher unter anderem 38.700 landwirtschaftliche Betriebe in 119 Ländern. Außerdem nahmen sie die 40 Lebensmittel genauer unter die Lupe, die 90 Prozent unserer Ernährung ausmachen.

Sie untersuchten die Auswirkungen der Produktion dieser Lebensmittel auf

  • Landnutzung,
  • Emissionen des Klimawandels,
  • Süßwasserverbrauch sowie auf
  • Wasser- und Luftverschmutzung.

HIER findest du die Studie: Reducing foods environmental impacts through producers and consumers

Nachhaltigkeit fängt auf deinem Teller an

Schön wäre, wenn die Botschaften über die planetare Ernährung uns wecken: Das, was wir täglich essen hat Folgen für alle Menschen auf der Erde und für unser Klima.

Die Vitamin-B12-Bedarfsdeckung könnte im Rahmen der Planetary Health Diet eher knapp sein. Sorge bereitet mir das aber nicht: Immerhin stehen uns für die Deckung des Vitamin-B12-Bedarfs heimische, vegane B12-Supplemente zur Verfügung, deren Herstellung einen vergleichsweise geringen ökologischen Fußabdruck hinterlässt.

Lies dazu meine Beitrag: Bio vegane Vitamin B12 Kautabletten

Blogparade: Nachhaltigkeit für den Klimaschutz

Mit diesem Beitrag zur Planetary Health Diet nehme ich an Inga Landwehr’s Blogparade „Nachhaltigkeit für den Klimaschutz“ teil. Wir sind die erste Generation, die die Klimaveränderungen mit eigenen Augen sieht. Und wir sind wahrscheinlich die letzte Generation, die etwas dagegen tun kann. Auch unser Speisezettel, also was wir täglich essen und trinken und wie wir unseren Vitamin-B12-Bedarf mit tierischen Lebensmitteln oder Nahrungsergänzung decken, trägt zum Erhalt unseres Lebensraums und des Klimas bei. Liebe Inga, Danke für die Ausschreibung!

Weitere Beiträge zur Blogparade findest du HIER:

Denn wir sind ein Teil der Natur. #Alles fürs Klima von soulesomemind

Bäume für die Zukunft von Rostrose

Vorgarten Renovierung und was die Frau von Welt zum Klima beiträgt von Rostrose

Vitamin-B12-Newsletter

Habe ich dich neugierig gemacht und Du möchtest noch viel mehr darüber wissen, wieso Vitamin B12 notwendig ist und wie du deinen Bedarf deckst? Dann lies HIER weiter: Warum Vitamin B12 – Mangel, Symptome und Grundlagenwissen.

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Sharing ist Caring!

Wie hat dir mein Beitrag gefallen? Ich freue mich über Feedback, Kommentare und Bemerkungen. Sharing ist caring – was dich interessiert könnte auch andere interessieren: Bitte zeige meinen Beitrag auch deinen Freunden. Und teile ihn in den Sozialen Netzwerken in denen du unterwegs bist. Bei Fragen rund  um Vitamin B12 wende dich gerne per Mail an  bettina@urgesunde-ernaehrung-und-naturmedizin.de Ich antworte schnellstmöglich.

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Foto: Beautifiers/Shutterstock.com

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Zusammenfassung
Artikelname
Vitamin B12 und die Planetary Health Diet
Beschreibung
Die Planetary Health Diet schützt unsere Gesundheit und die Gesundheit der Erde. Doch wie steht es um Vitamin B12? Die Planetary Health Diet enthält wenig tierische Lebensmittel. Ist der Bedarf dennoch gedeckt?
Autor
Name des Herausgebers
Urgesunde Ernährung und Naturmedizin
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Dieser Beitrag wurde zuletzt am geändert Oktober 9, 2019 9:11 am